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Artikel

Autor(en): Valerie Findeis, Brigitte Schuh (Land&Forstbetriebe Österreich)
Redaktion: BFW, Österreich
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Wald trifft Schule - die Vielfalt des Waldes auf einen Klick

Mit www.waldtrifftschule.at wurde nun eine Kommunikationsdrehscheibe gelauncht, die mit einem vielseitigen Angebot an Unterrichtsmaterialien das Themengebiet Wald in seiner Gesamtheit in der nachhaltigen Umweltbildung forcieren soll.

Initiativen wie die "Fridays for Future"-Bewegung zeigen deutlich, dass sich Kinder und Jugendliche für Umweltpolitik und somit ihre Zukunft einsetzen (mehr dazu in der BFW-Studie Jugend und Biodiversität). Voraussetzung dafür ist eine nachhaltige Umweltbildung, die Wissen über Natur und Ökosysteme vermittelt und damit für ein Grundverständnis sorgt. Dazu zählt auch die Vermittlung von Wald-Wissen. Denn generell nimmt das Wissen um die Zusammenhänge im Ökosystem Wald ab und eine Entfremdung der Kinder und Jugendlichen von der Natur ist zu beobachten.

Kinder balancieren mit rosaroten Stiefeln auf einen Baumstamm (Fotocredit: Rudy and Peter Skitterians)
Kinder sind die Waldnutzenden und Entscheidungsträger der Zukunft, deshalb sollten sie früh über den Wald lernen (Foto: Rudy and Peter Skitterians)

Gleichzeitig war die Nachfrage nach der Ressource Wald noch nie so groß wie heute. Damit einher gehen steigende gesellschaftliche Ansprüche aus allen Richtungen. Umso mehr braucht es Bewusstsein für die lebenswichtigen Funktionen und Vielseitigkeit des Waldes bereits ab dem Kindesalter. Nur mit einer entsprechenden Umweltbildung kann ein Erkennen und Anerkennen aller Leistungen des Ökosystems Wald gefördert werden.

Denn Kinder und Jugendliche sind als Waldnutzende und Entscheidungsträger der Zukunft maßgeblich. Aus diesem Grund hat auch die österreichische Waldstrategie 2020+ die Etablierung von Mindestbildungsinhalten über den Wald in allen Schulstufen als strategisches Ziel verankert.

Wald bereichert den Unterricht

Rund 123.000 Lehrer unterrichten im Waldland Österreich an 5.300 Schulen. Der Wald und seine Funktionen sind dabei Teil der Lehrpläne: Schon in der Volksschule ist das Ziel, Verständnis für die Natur als Lebensgrundlage des Menschen zu vermitteln, im Sachunterricht verankert. Auch in den höheren Schulstufen wird der Themenkomplex rund um die verschiedenen Funktionen und Aspekte des Waldes in den Unterrichtsfächern Geographie und Wirtschaftskunde sowie Biologie behandelt.

Ein aufgeklappter Laptop steht auf einem Baumstumpf (Foto: pixabay.com_Goumbik)
Pädagog*innen werden durch waldtrifftschule.at bei der Suche nach geeigneten Unterrichtsmaterialien unterstützt.(Foto: pixabay.com_Goumbik)


Zudem steht der Wald derzeit auch im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung. Er ist vom Klimawandel betroffen und gleichzeitig ein Problemlöser. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach gut aufbereiteten, aktuellen, altersgerechten und multimedialen Bildungsunterlagen zum Themakomplex Wald und Forst hochaktuell. Zahlreiche Organisationen bieten bereits entsprechendes Unterrichtsmaterial an. Diese oft sehr gut aufbereiteten Unterlagen sind allerdings im Internet verstreut und für Pädagogen schwer auffindbar.

"Deshalb war es uns in Kooperation mit vielen Partnern wie etwa dem Bundesforschungszentrum für Wald, dem Umweltdachverband oder der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik wichtig, alle diese gut verfügbaren Materialien zu kanalisieren und über ein zeitgemäßes Tool einfach, klar und zentral zur Verfügung zu stellen", erklärt der Generalsekretär der Land&Forst Betriebe Österreich, Bernhard Budil, als Initiator des Projekts „Internetplattform Wald&Forst“. Peter Mayer, Leiter des Bundesforschungszentrums für Wald ergänzt: "In Zeiten von Fake-News ist es besonders wichtig, dass faktenbasiertes und aktuelles Wissen Eingang in den Unterricht findet".

Fachliche und pädagogische Qualitätsprüfung

Blick vom Boden einen Buchenstamm entlang
Die Nachfrage nach der Ressource Wald war noch nie so groß wie heute. (Foto: Anna Schreiner)

Mit dem Ziel, dass zahlreiche Personen aus den verschiedenen Bereichen aus dem Umwelt-, Forst-, Wirtschafts- und pädagogischen Sektor das Projekt mittragen und ihr Know-how in der Umsetzung einfließen lassen, bildeten sich mehrere Arbeitsgruppen. Unterrichtsmaterialien über den Wald wurden gesichtet und gesammelt. Auf Basis eines festgelegten, transparenten Kriterienkatalogs erfolgte die Prüfung der Unterlagen von Fachexpert*innen und Pädagog*innen hinsichtlich ihrer inhaltlichen und didaktischen Qualität. Im Anschluss wurden die Unterlagen gebündelt und geordnet auf der Website www.waldtrifftschule.at zur Verfügung gestellt. Ein vorab festgelegter Qualitätsrahmen sichert die Mehrperspektivität, Transparenz und Erweiterungsmöglichkeit der Plattform und die Orientierung an den Prinzipien für Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Mit dem Angebot auf www.waldtrifftschule.at entsteht für alle eine Win-win-Situation. Pädagog*innen werden bei der Suche nach geeigneten Unterrichtsmaterialien unterstützt. Die Sortierung nach Themen, Schultyp, Altersgruppe und Region garantiert ein schnelles Auffinden von Unterrichtsmaterialien. Gleichzeitig wird der Wissenstransfer wie auch das Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen des Waldes langfristig gefördert.

Zukünftig sollen weiterführende Angebote für Schulklassen wie beispielsweise Veranstaltungen und Workshops mit Waldpädagogen ebenso wie Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrende im Themenbereich Wald die Plattform attraktivieren. Denn neben der Wissensvermittlung über den Wald steht auch das Ziel, dass die Plattform www.waldtrifftschule.at zukünftig in Form eines One-Stop-Shop als zentrale Kommunikationsdrehscheibe den Austausch zwischen dem Bildungsbereich und der Praxis fördert.

Das Vorhaben "Internetplattform Wald&Forst" mit der Plattform www.waldtrifftschule.at startete im Jahr 2018 und wird durch Mittel von Bund, Ländern und der Europäischen Union im Rahmen der LE 14-20 gefördert.

Mehr im Web

Internetplattform www.waldtrifftschule.at

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