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Dirk Schmechel

LWF

Bayerische Landesanstalt
für Wald und Forstwirtschaft

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Autor(en): Redaktion waldwissen.net – LWF
Redaktion: LWF, Deutschland
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Forstliche Berufe

Aus- und Weiterbildung
Abb. 1: Die Aus- und Forstbildungsmöglichkeiten im forstlichen Bereich sind sehr vielfältig (Foto: doro52, pixelio).

Der Wald ist ein vielfältiger Arbeitsplatz. Und genauso vielfältig sind auch die Berufe, die im Forst angeboten werden. Für jeden, der sich für einen Forstberuf interessiert, ist in diesem breiten Angebot das passende dabei.

Berufsausbildung Forstwirt

Mindestvoraussetzung für eine Ausbildung zum Forstwirt ist in der Regel der Hauptschulabschluss. Die Ausbildung dauert drei Jahre, kann aber auf zwei Jahre verkürzt werden, wenn z.B. eine abgeschlossene Ausbildung oder mindestens die Fachhochschulreife vorliegt. Den Großteil der Lehre absolvieren die Auszubildenden an ihrer Ausbildungsstätte, also dem entsprechenden Forstbetrieb. Daneben findet geblockter Unterricht am Beruflichen Schulzentrum in der Nähe von Schwandorf statt. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der Waldbewirtschaftung und Forstproduktion.

Beschäftigungsmöglichkeiten nach bestander Abschlussprüfung bieten Forstbetriebe, forstliche Unternehmen oder auch verwandte Bereiche wie der Landschaftsbau. Das Aufgabenspektrum umfasst alle forstlichen Betriebsarbeiten, von der Saat oder Pflanzung über Zaunbau und Wegepflege bis hin zur Holzernte.

Nähere Informationen zur Ausbildung zum Forstwirt bietet die Bayerische Waldbauernschule in Kelheim (www.waldbauernschule.de).

Weiterbildung zum Forstwirtschaftsmeister

Mit dem Abschlusszeugnis zum Beruf Forstwirt und einem Nachweis über eine zweijährige Praxiserfahrung, kann man zur Meisterprüfung zugelassen werden. Auch Absolventen anderer landwirtschaftlicher Berufsabschlüsse steht diese Prüfung offen. Allerdings müssen sie drei Jahre im Berufsfeld Forstwirt gearbeitet haben.

Alle zwei Jahre bietet die Bayerische Forstverwaltung einen 20-wöchigen Vorbereitungslehrgang an, der sich über insgesamt zehn Monate erstreckt. Die Prüflinge müssen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen "Produktion und Dienstleistung", "Betriebs- und Unternehmensführung" sowie "Berufsausbildung und Mitarbeiterführung" nachweisen.

Ein Forstwirtschaftsmeister ist einerseits für die Ausbildung der Lehrlinge zuständig. Die aktive Mitarbeit bei Forstarbeiten tritt aber mehr und mehr in den Hintergrund. Stattdessen werden vermehrt andere verantwortungsvolle Aufgaben, vielfach als Fach- und Führungskraft in Forstbetrieben oder Forstunternehmen, von einem Forstwirtschaftsmeister verlangt.

Nähere Informationen zur Weiterbildung zum Forstwirtschaftsmeister bietet die Bayerische Technikerschule Lohr am Main (www.forst.bayern.de/technikerschule).

Weiterbildung zum Forsttechniker

Alle zwei Jahre beginnt das zweijährige Vollzeitstudium zum Forsttechniker an der Technikerschule in Lohr am Main. Anmelden können sich Forstwirte mit Berufsabschluss und mindestens einjähriger forstlicher Berufserfahrung. Neben allgemein bildenden Fächern erhalten die Studierenden vor allem forstfachlichen Unterricht, schwerpunktmäßig in den Bereichen ökologische Grundlagen, Waldbau, technische Produktion, Waldschutz, forstliche Betriebswirtschaftslehre, Arbeitslehre und Forstpolitik.

Die Absolventen können als Revierleiter in kommunalen oder privaten Forstbetrieben arbeiten, finden aber auch als forstliche Unternehmer oder bei forsttechnischen Dienstleistern und in verwandten Bereichen (z.B. Wasserwirtschaft, Gartenbau) ihre Beschäftigungsfelder.

Nähere Informationen zur Weiterbildung zum Forsttechniker bietet die Bayerische Technikerschule Lohr am Main (www.forst.bayern.de/technikerschule).

Forstingenieur (FH)

Bayerische Forst- und Technikerschule
Abb. 2: An der Bayerischen Forst- und Technikerschule in Lohr werden Kurse für fast alle Ausbildungs-Sparten im forstlichen Bereich angeboten (Foto: Forstschule).

Für das siebensemestrige Bachelorstudium ist mindestens die fachgebundene Hochschulreife erforderlich. In verschiedenen Modulen werden naturwissenschaftliche Grundlagen, ausgewählte Wirtschafts- und Rechtsbereiche sowie die gesamte Bandbreite forstfachspezifischer Themen behandelt. Dabei nimmt die Praxisnähe einen hohen Stellenwert ein. Absolventen können mit dem Bachelorabschluss entweder direkt ins Berufsleben starten oder sich in einem Masterstudiengang weiterqualifizieren. Eine weitere Option ist der Vorbereitungsdienst bei der Bayerischen Forstverwaltung. Dort können die Forstanwärter ihr Wissen praxisnah erweitern und vertiefen.

Beschäftigung finden die Forstingenieure als Betriebs- oder Revierleiter bei privaten Forstbetrieben, bei Waldbesitzervereinigungen, bei Forst- und Holzunternehmen, im Bereich des Naturschutzes, der Landschaftspflege oder der Umweltbildung. Mit dem abgeschlossenen Vorbereitungsdienst besteht die Möglichkeit als Revierleiter bei der Forstverwaltung, den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) oder in einem kommunalen Forstbetrieb zu arbeiten.

Nähere Informationen zum Studium der Forstwirtschaft bieten die jeweiligen Fachhochschulen, beispielsweise die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (www.hswt.de). Für Informationen zum Vorbereitungsdienst nach dem Studium ist die Bayerische Forstschule in Lohr am Main zuständig (www.forst.bayern.de/technikerschule).

Forstwissenschaftler (Univ.)

Zum Studium an der Universität ist die Allgemeine Hochschulreife erforderlich. Die Grundausrichtung hier ist stärker wissenschaftlich geprägt. Es gibt grundlegende Bachelor- und darauf aufbauende Masterstudiengänge. Für die Abgänger der Masterstudiengänge besteht ebenfalls die Möglichkeit eines Vorbereitungsdienstes. Das sogenannte Referendariat dauert zwei Jahre. Während dieser Zeit werden die Referendare an der Bayerischen Forstschule unterrichtet, üben sich in der Forsteinrichtung und sind an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie an den Betrieben der BaySF tätig.

Im Berufsleben übernehmen Forstwissenschaftler vor allem Planungs-, Leitungs- und Führungsaufgaben in größeren Forstbetrieben. Desweiteren arbeiten sie als freiberufliche Sachverständige, bei Forst- und Holzunternehmen, bei Forstzusammenschlüssen, bei Verbänden oder sonstigen Institutionen. Auch Forschung und Lehre stehen ihnen offen. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Referendariats besteht die Möglichkeit als Abteilungs- oder Bereichsleiter bei der Forstverwaltung oder in der Betriebsleitung bei den BaySF zu arbeiten.

Nähere Informationen zum Studium der Forstwissenschaft bieten die jeweiligen Universitäten, beispielsweise die Technische Universität München (www.tum.de). Für Informationen zum Vorbereitungsdienst nach dem Studium ist die Bayerische Forstschule in Lohr am Main zuständig (www.forst.bayern.de/technikerschule).

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