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Dirk Schmechel

LWF

Bayerische Landesanstalt
für Wald und Forstwirtschaft

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85354 Freising

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Artikel

Autor(en): Redaktion waldwissen.net – LWF
Redaktion: LWF, Deutschland
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Der Weg zum Förster in Bayern

Mitarbeit in High-Tech-Forschungsprojekten
Abb. 1: Ein "Forststudium" an der TU München bietet den Studentinnen und Studenten auch die Mitarbeit in High-Tech-Forschungsprojekten (Foto: K.-H. Häberle).

"Förster werden ist nicht schwer,…" – oder doch? Wer sich für den Beruf interessiert, stellt schnell fest, dass es eine Ausbildung dafür nicht gibt. Wer Förster werden will, muss studieren. Wer sich noch intensiver damit beschäftig merkt dann: Förster ist nicht gleich Förster. Tatsächlich gibt es nämlich verschiedene Studiengänge, die einen dahin führen, was im Allgemeinen unter dem Begriff Förster zusammengefasst wird.

Ausbildung an der Technischen Universität München (TUM)

Die TUM bietet im Forstbereich drei Studiengänge an: den Bachelorstudiengang "Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement" und die Masterstudiengänge "Forst- und Holzwissenschaft" und "Sustainable Resource Management" (englischsprachig).

Bachelorstudiengang "Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement"

Der Bachelorstudiengang bietet mit einer fundierten wirtschafts- und naturwissenschaftlichen Ausbildung die Grundlage für das Masterstudium und führt die Studierenden in drei Jahren zu einem ersten Abschluss. Er gliedert sich folgendermaßen: 

1. und 2. Semester 3. bis 5. Semester 6. Semester
Biologie, Ökologie, Ökonomie, Chemie, Physik, Mathematik, Grundlagenfächer der Forstwirtschaft Waldökologie, Waldbau, Forsteinrichtung, Betriebsplanung, Rechtslehre, Arbeitslehre, Forstnutzung, Verfahrenstechnik, Walderschließung, Logistik, Waldschutz, Forstpolitik, Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Wildtiermanagement und Jagd

achtwöchiges Berufspraktikum (auch im Ausland)

Anfertigung der Bachelorarbeit
Exkursion im Gebirge
Abb. 2: Studierende auf Exkursion (Foto: Mosandl)

Die einzelnen Themenbereiche werden bei Vorlesungen, Seminaren, Projekten und Exkursionen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dies befähigt die Studierenden zu einer integrativen Sicht der Einzeldisziplinen und fördert gleichzeitig die Methodenkompetenz.

Mit dem Abschluss des Bachelor of Science (BSc) könne die Absolventen entweder direkt in das Berufsleben einsteigen, oder – sowohl unmittelbar als auch nach einer zwischenzeitlichen Berufstätigkeit – ihre universitäre Ausbildung mit einem Masterstudium fortsetzen. Die Studienfakultät der TUM bietet zwei Masterstudiengänge an, die auch Absolventen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaft offen stehen. Daneben gibt es noch weitere Möglichkeiten, beispielsweise den Masterstudiengang "Nachwachsende Rohstoffe" am Campus in Straubing.

Masterstudiengang "Forst- und Holzwissenschaften"

Im viersemestrigen Masterstudiengang "Forst- und Holzwissenschaften" können die Studierenden ein individuelles Profil entwickeln. 

1.Semester 2. und 3. Semester 4. Semester
Ökologie, Sozioökonomie, Produktion und Holzverwendung (mit starkem Forschungsbezug)

achtwöchiges Berufspraktikum

Auswahl von drei Vertiefungsbereichen aus:

Holz als Roh- und Werkstoff, Wald im Gebirge, Forstbetriebsmanagement, Internationale Forstwissenschaft, Standortsbewertung und –nutzung, Landschaftsentwicklung und Naturschutz

Anfertigung der Masterarbeit

Zusätzlich müssen aus einem Angebot von mehr als 30 Wahlbereichen drei weitere Module belegt werden.

Englischsprachiger Masterstudiengang "Sustainable Resource Management"

Der Studienaufbau ist mit Vertiefungsbereichen und Wahlpflichtkursen ähnlich wie beim Master in Forst- und Holzwissenschaften. Themenfelder sind beispielsweise Management and Protection of Forest Ecosystems, Material and Waste Management, Renewable Resources, Sustainable Agriculture, Water and Soil Management und Wildlife and Protectet Area Management. Dieser auch international außerordentlich stark nachgefragte Studiengang feiert 2011 bereits sein zehnjähriges Jubiläum.

Ausbildung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)

Einsatz modernster Technologie im Studium
Abb. 3:Nachhaltiges Denken wird unterstützt durch modernste Technologie beim Studium an der HSWT (Foto: T. Stephan).

Die HSWT bietet die Bachelorstudiengänge "Forstingenieurwesen" und "Management erneuerbarer Energien" an. Diese können durch die Masterstudiengänge "Forst- und Holzwissenschaft" der TUM, "Nachwachsende Rohstoffe", einem gemeinsamen Studiengang der TUM und HSWT in Straubing oder auch dem Masterstudiengang "International Management of Forest Industries", den die HSWT zusammen mit der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft (SHL) konzipiert hat, ergänzt werden.

Bachelorstudiengang "Forstingenieurwesen"

Die Regelstudiendauer des Bachelorstudienganges liegt bei sieben Semestern. Das Studium beinhaltet einen hohen Praxisanteil und fächerübergreifende Lehrveranstaltungen. Daneben wird die Anwendung erworbener Fähigkeiten bei Projektarbeiten eingefordert. Eineinhalb Semester verbringen die Studierenden in Betrieben bei potentiellen Arbeitgebern. Bei einem achtwöchigen Praxisprojekt müssen reale betriebliche Aufgaben bearbeitet werden. 

1. und 2. Semester 3. Semester 4. und 5. Semester 6. Semester 7. Semester
Biologische Grundlagen, Geowissenschaftliche Grundlagen, Wirtschaft und Recht, Forstliche Informatik, Freilandökologie, Standortslehre, Waldarbeit und Holzerntetechnik (Grundlagen), Grundlagen Forstbetrieb, Forstpolitik, Wahlpflichtmodule Kommunikation, Jagd und Wildtier-management

Praxisprojekt Forstbetrieb

Waldgesellschaften und Baumarteneignung, Waldwachstumslehre, Wald-Grundlagen, Waldökologie, Waldmesslehre und Statistik, Waldarbeit und Holzerntetechnik (Umsetzung, Planung und Organisation), Arbeitsrecht und Verwaltungsrecht, Holzwirtschaft, Waldschutz und Entomologie, Waldpflege und Forstliches Vermehrungsgut, Forstliche BWL und Rechtsanwendung, Geo-Informatik, Wahlpflichtmodule Praxissemester mit betrieblichem Praktikum und praxis-begleitenden Lehrgängen Walderneuerung und funktionsspezifischer Waldbau, Forstbetriebsplanung, Nachhaltssicherung und Ressourcenschutz, Wahlpflichtmodul

Anfertigung der Bachelorarbeit

Bachelorstudiengang "Management erneuerbarer Energien"

Der Bachelorstudiengang "Management erneuerbarer Energien" im Wintersemester 2010/2011 mit über 500 Bewerbern auf 80 Studienplätze wie auch schon im Vorjahr der bestnachgefragte Studiengang der HSWT. Der Studienaufbau gestaltet sich folgendermaßen:

1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester 5. Semester 6. Semester 7. Semester
Natur-, Ingenieur- und wirtschafts-wissen-schaftliche Grundlagen Grundlagen in Produktion, Technik, Betriebslehre und Daten-verarbeitung Grundlagen in Management, Marketing, Technik, Recht und Kosten-rechnung Vertiefung in Technik, Logistik und EDV

Schwerpunktwahl: Ökonomie oder Produktion

Praktikum Projektarbeiten in Qualitäts-management, Unternehmens-führung, Marktlehre;

Vertiefung im gewählten Schwerpunkt

Vertiefung in Recht, Politik und Personal-management sowie im gewählten Schwerpunkt

Anfertigung der Bachelorarbeit

Studium fertig – und was dann?

Die Ausbildung zum Förster ist breitgefächert und vielfältig. Und genauso verhält es sich mit den anschließenden Berufsperspektiven. Verbleibanalysen der TUM und HSWT zeigen, dass fast alle der ehemaligen Studenten – die meisten sogar sehr schnell – eine Stelle finden, sei es im staatlichen oder privaten Forstbetrieb, bei der Forstverwaltung, in der Holzwirtschaft oder als Freiberufler.

Quellen:

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