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Artikel

Autor(en): Robert Jandl (BFW), Michiko Hama (alpS GmbH), Brigitte Eder (alpS GmbH), Markus Leitner (Umweltbundesamt GmbH), Ina Meyer (WIFO), Ivonne Anders (ZAMG), Stefan Kienberger (Universität Salzburg Z_GIS), Helene Berthold (AGES), Reinhard Mechler (IIASA)
Redaktion: BFW, Österreich
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Präventivmaßnahmen gegen Naturkatastrophen - ein Leitfaden für Gemeinden

Der Sommer 2016 ist nicht ohne Murenabgänge und Überschwemmungen geblieben. Die Ereignisse haben auch deutlich gemacht, dass gerade Gemeinden im Ernstfall sehr gefordert sind, und sie nicht mehr ohne entsprechende Vorsorgemaßnahmen auskommen können. Das Projektteam von ARISE hat einen Leitfaden entwickelt, der Prävention auf Gemeindeebene einfacher und übersichtlicher macht. "Globale Probleme - lokale Risiken - Vom künftigen Leben mit dem Klimawandel" beschreibt die jeweils notwendigen inhaltlichen sowie organisatorischen Arbeiten, um risikoreduzierende Anpassungsmaßnahmen umzusetzen.

ARISE Titelblatt

Murenabgänge, beschädigte Gebäude und Bewohner in Angst - Wie die Ereignisse im Spätsommer 2016 in der Kärntner Gemeinde Afritz gezeigt haben (Bericht ORF Kärnten), gewinnt präventives Risikomanagement mehr und mehr an Bedeutung. Diese Herausforderung nahm das Projektteam von ARISE an und setzte sich zum Ziel, das Konzept des Weltklimarates zur Veranschaulichung der zukünftigen Risiken - die "Globalen Gründe zur Besorgnis"- für eine mögliche lokale Anwendung zu adaptieren. Die dabei entstandenen "Lokalen Gründe zur Besorgnis" dienen EntscheidungsträgerInnen auf der kommunalen Ebene als Entscheidungshilfe konkrete Anpassungsmaßnahmen gegen bestehende sowie zukünftige Risiken umzusetzen, als auch Chancen zu erkennen.

Der Leitfaden "Globale Probleme - lokale Risiken - Vom künftigen Leben mit dem Klimawandel" entstand im Zuge des Projektes in Zusammenarbeit mit lokalen ExpertInnen der Stadtgemeinde Lienz (Tirol) und WissenschaftlerInnen von acht verschiedenen Organisationen. Der Leitfaden beschreibt in einem "Sechs-Schritte-Verfahren" die jeweils notwendigen inhaltlichen sowie organisatorischen Arbeiten, um "Lokale Gründe zur Besorgnis" zu entwickeln und entsprechende risikoreduzierende Anpassungsmaßnahmen umzusetzen.

Neuer Ansatz um zukünftigen Risiken und Chancen auf lokaler Ebene zu begegnen

Die "Lokalen Gründe zur Besorgnis" dienen als Kommunikations- und Entscheidungshilfe für (lokale) AkteurInnen im Bereich des ganzheitlichen klimasensitiven Risikomanagements. Das Konzept ermöglicht es, Bewusstsein und Handlungsverantwortung für bestehende, entstehende und zukünftige Risiken zu kreieren und zu stärken. Durch das Verfahren können gängige Praktiken im Umgang mit Risiken überarbeitet und mögliche zukünftige Entwicklungen (klimatologische sowie sozioökonomische) in die Beurteilung der Risiken sowie in Gemeinde-Entwicklungskonzepte mit einbezogen werden.

Die Identifikation und insbesondere Visualisierung der klimawandelbezogenen Schlüsselrisiken auf Gemeindeebene mittels der "Lokalen Gründe zu Besorgnis" füllt eine wichtige Lücke in der Entscheidungsfindung und ermöglicht eine gezielte Auswahl aus der Fülle von möglichen Anpassungsmaßnahmen und -strategien. Die Integration der "Lokalen Gründe zur Besorgnis" unterstützt somit EntscheidungsträgerInnen darin präventiv zu handeln und die für ihre Gemeinde notwendigen Maßnahmen rechtzeitig zu treffen.

Acht Projektpartner und eine Testgemeinde

Das Projekt 'Adaptation and Decision Support via Risk Management Through LocalBurningEmbers (ARISE)' wurde vom Österreichischen Klima- und Energiefonds (ACRP6, KR13AC6K11078) gefördert und 2014-2016 abgewickelt. Die Stadtgemeinde Lienz fungierte in der Projektlaufzeit als Testgemeinde. Die acht Projektpartner setzten sich gemeinsam mit den lokalen EntscheidungsträgerInnen intensiv mit gegenwärtigen sowie zukünftigen Risiken und Szenarien rund um die Themen Klimawandel, Risikomanagement und sozioökonomische Änderungen im Raum Lienz auseinander.

Download des Leitfadens

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