Suche

    
Suche nur in dieser Rubrik

Erweiterte Suche

Kontakt

Dieser Inhalt wird gerade überarbeitet und kann daher nicht angezeigt werden.

Die waldwissen.net-App!

App Waldwissen

Waldwissen Newsletter

Unser Newsletter informiert Sie vier, fünf Mal jährlich per E-Mail über spezielle Beiträge und Waldwissen-Aktivitäten. Ihre E-Mail-Adresse wird lediglich zum Zweck der Zustellung des Newsletters verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit aus dem Newsletter heraus abmelden oder Ihre Einwilligung per E-Mail an uns widerrufen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise.

Ihr E-Mail*

Artikel

Autor(en): Wolfgang Jirikowski
Redaktion: BFW, Österreich
Kommentare: Artikel hat 0 Kommentare
Bewertung: Zu Favoriten Druckansicht 61.6761.6761.6761.6761.67 (97)

Maschinenankauf: Erst kalkulieren, dann entscheiden

Maschinen sind teuer und sollen sinnvoll eingesetzt werden. Je nach Betrieb lohnt es sich, eine Maschine zu kaufen, zu mieten oder die Arbeit komplett an Lohnunternehmen auszulagern. Der wirtschaftliche Erfolg der Waldarbeit hängt maßgeblich vom Aufzeigen der tatsächlichen, meist unterschätzten, nachhaltigen Nutzungspotenziale ab.

Krananhänger
Betriebsabläufe können nur auf Basis entsprechender Informationen geplant, gesteuert und auch kontrolliert werden.

Der Waldbewirtschafter muss die Leistungs- und Kostendaten kennen, damit er die forstlichen Arbeiten optimal gestalten kann. Kennzahlen ermöglichen die Kalkulation konkreter Einsätze und helfen, die Zweckmäßigkeit von Maßnahmen zu beurteilen und richtige Entscheidungen zu treffen.

Nachfolgend angegebene Zahlen beruhen auf Arbeitsstudien, betrieblichen Aufzeichnungen und Erfahrungswerten. Sie beziehen sich auf durchschnittliche Arbeitsleistungen in Abhängigkeit der Haupteinflussfaktoren und sollen einen groben Anhaltspunkt über die Produktivität der praxisüblichen Arbeitssysteme liefern. Sie enthalten alle für die ordnungsmäßige Arbeitsausführung notwendigen Zeitanteile.

Für die Ermittlung tatsächlicher Leistungen und Kosten ist allerdings die genaue Analyse des Arbeitssystems (Arbeitsaufgabe, -ablauf, Eingabe, Ausgabe, Qualität, Menge, Betriebsmittel, Menschen, Einflussgröße, Arbeitsbedingungen) erforderlich. Für die Richtigkeit von Prognosewerten ist daher eine gute Übereinstimmung der Systemelemente Bedingung.

Screenshot - Tabellenübersicht
Die Übersicht liefert einen groben Anhaltspunkt über die Produktivität der praxisüblichen Arbeitssysteme. Wenn Sie auf die Tabelle klicken, erhalten Sie die Übersicht als Download.

Maschinenkosten

Die Bezeichnung Maschinenstunde bezieht sich auf die Betriebsmittellaufzeit. Darunter wird jene Zeit verstanden, bei der die Maschine tatsächlich im Einsatz steht. Bei motorbetriebenen Arbeitsmaschinen ist es die Motorlaufzeit, unabhängig davon, ob die Maschine unter Belastung oder im Leerlauf arbeitet.

Bei selbstfahrenden Geräten werden auch die Fahrten von und zum Arbeitsplatz sowie sonstige Laufzeiten hinzugerechnet, nicht jedoch die ablaufbedingten Warte- und Standzeiten bei stillstehendem Motor. Bei Zeitstudien wurden alle produktiven Maschinenzeiten einschließlich Unterbrechungen bis maximal 15 Minuten als Maschinenarbeitszeit aufgenommen.

Beziehung zwischen Arbeitszeit und Betriebsmittellaufzeit

Für die Kalkulation von forstlichen Arbeiten ist es notwendig, das Verhältnis von Arbeitszeit und Betriebsmittellaufzeit zu kennen. Wird die Arbeitszeit als Berechnungsbasis gewählt, so stellt die Laufzeit des Betriebsmittels nur einen gewissen Prozentsatz dar.

Die Anteile können aus Betriebsmittelstudien errechnet werden. Vorgabezeiten, die für Zwecke der Lohnfindung ermittelt wurden, beziehen sich stets auf die Arbeitszeit. Werden dagegen bei hoch- und vollmechanisierten Arbeitssystemen Leistungsermittlungen vorgenommen, so beziehen sich diese auf die jeweilige Systemleistung und es ist erforderlich, jenen Aufwand an Arbeitsstunden festzustellen, der notwendig ist, um eine Laufzeitstunde des Betriebsmittels zu sichern. Das Verhältnis von Arbeitszeit zu Betriebsmittel ist stets größer als 1.

Für teilmechanisierte Arbeitsverfahren, wie etwa bei Forstschleppereinsätzen, beträgt die Maschinenlaufzeit rund 70 bis 75 % der Arbeitszeit, was dem 1,3- bis 2,4-fachen an Arbeitsstunden gegenüber der Maschinenlaufzeit entspricht. Für Harvester und Forwarder liegt dieses Verhältnis bei 1,2 bis 1,4. Im Falle von Seilgeräten ist die Relation abhängig von der tatsächlichen Arbeitsgruppengröße und liegt bei mindestens 2,7.

Investitionskosten und Auslastung

In der Tabelle sind Stundensätze für verschiedene Maschinengruppen in Abhängigkeit von Neupreis (ohne Mehwertsteuer, Stand Jänner 2010) und jährlicher Auslastung ersichtlich. Die Angaben beruhen auf konkreten Maschinendaten und berücksichtigen die kalkulatorische Abschreibung, kalkulatorische Zinsen, Reparatur, Wartung, Treibstoff- und Schmiermittelkosten, jedoch keine Kosten für Maschinisten und Bedienungspersonal.

Mehr auf waldwissen.net