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Originalartikel: Suva (2013): "Profi im eigenen Wald". Broschüre. 14. Auflage. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt. http://www.suva.ch
Autor(en): Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva)
Online-Version: verändert, Stand: 14.06.2017
Redaktion: WSL, CH

Arbeitssicherheit: Profi im eigenen Wald

Denken Sie bei der Holzerei und beim Aufrüsten von Brennholz auch an die Sicherheit und Ihre Gesundheit? Eine Broschüre hilft Privatwaldbesitzern, Freizeitholzern, Landwirten und Waldarbeitern, die Sicherheit im Wald zu erhöhen.

"Kickback"
Abb. 1 - Beim Sägen mit der Schwertspitze besteht die Gefahr, dass die Säge blitzartig hochschlägt (sog. kickback).
 
Unfall
Abb. 2 - Waldarbeiten sind mit besonderen Gefahren verbunden. Es gibt immer wieder Situationen, in denen Sie auf Hilfe angewiesen sind. Deshalb sollten Sie nie alleine arbeiten!

Mit der Broschüre möchte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva):

Bewusst haben die Autoren auf die genaue Darstellung von Arbeitstechniken verzichtet. Diese erlernen Sie am besten in einem praktischen Kurs. Jede Baumart und jede Situation ist wieder anders und verlangt ein angepasstes Vorgehen. Nur unter Anleitung eines fachkundigen Instruktors lernen Sie konkrete Situationen richtig beurteilen und daraus die sichersten Arbeitstechniken ableiten. Beschreibungen der gängigen Arbeitstechniken und Arbeitsverfahren finden Sie in den Unterlagen zu solchen Kursen.

Die vorliegende Broschüre ist kein Ersatz für einen Holzerkurs. Aber sie fasst in kurzer und anschaulicher Form zusammen, was beim Holzen für Ihre Sicherheit und Gesundheit besonders wichtig ist.

Inhalt

Die  Broschüre gliedert sich in folgende Kapitel:

  1. Einleitung
  2. Arbeitsvorbereitung
  3. Arbeiten mit der Motorsäge
  4. Rücken von Holz
  5. Rund ums Brennholz
  6. Verschiedenes

So passieren die meisten Unfälle

Ein Blick in die Unfallstatistik zeigt folgende Schwerpunkte:

Unfallschwerpunkte Unfallgeschehen
Fällen von Bäumen: Fällunfälle treffen den Motorsägeführer, seine Arbeitskollegen und auch unbeteiligte Drittpersonen und führen oft zu Invalidität oder zum Tod.
Entasten und Trennschnitte ausführen mit der Motorsäge: Hauptursachen für diese Unfälle sind:
  • Nichterkennen der Spannung in Ästen und Stämmen (Zug oder Druck)
  • falscher Standort des Motorsägeführers
  • ungeeignete Schneidetechniken
  • ungenügende persönliche Schutzausrüstung
Rücken von Holz mit Seilwinde und Fahrzeug:
Hauptursachen für diese Unfälle sind:
  • ungeeignete und ungenügend ausgerüstete Winden und Fahrzeuge
  • Aufenthalt von Personen in den Gefahrenbereichen
  • mangelhafte Kommunikation
Spalten von Holz mit Spaltmaschinen:
Verletzungen: eingeklemmte, abgequetschte Finger und Hände
Ursache: Spaltmaschinen, bei denen immer noch zwischen Spaltkeil und Holz gegriffen werden kann
Brennholz fräsen mit Kreissägen:
Verletzungen: abgesägte und gequetschte Finger
Ursache: Kreissägen, bei denen in den Bereich des Kreissägeblattes gegriffen werden kann
Holzschnitzel hacken: Verletzungen: abgehackte, gequetschte und gebrochene Körperteile
Ursachen: Holzhackmaschinen, bei denen in die Einzugswalzen oder in die Messer gegriffen werden kann

Den "Profi" erkennt man an der Ausrüstung

Für Motorsägeführer ist die persönliche Schutzausrüstung obligatorisch. Entscheidend zur Unfallminimierung ist, dass Sie diese Ausrüstung beim Arbeiten mit der Motorsäge konsequent tragen. Sie besteht aus:

1 Helm  
2 Gehörschutz  
3 Augen- oder Gesichtsschutz  
4 signalfarbener Arbeitsbluse  
5 Arbeitshandschuhen  
6 Arbeitshose mit Schnittschutz  
7 festem Schuhwerk mit rutschhemmenden Sohlen  
8 Erste-Hilfe-Material  
Schutzausrüstung

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