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Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
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Artikel

Autor(en): Gerald Kändler, Matthias Schmidt, Johannes Breidenbach
Redaktion: FVA, Deutschland
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Methodik der Bundeswaldinventur

Raster-Stichprobenpunkte
Abb. 1: Stichproben-Netz mit Inventurtrakt. An den Traktecken, die auf Wald treffen, erfolgt die Datenerhebung nach verschiedenen Aufnahmeverfahren.

Waldinventuren basieren auf systematischen Stichprobennetzen. Die Bundeswaldinventur-Stichproben sind in Trakten angeordnet, die ihrerseits in einem am Gauss-Krüger-System orientierten Gitternetz angelegt sind. Die Verwaltungsvorschrift schreibt ein Grundnetz mit 4 X 4 km Seitenlänge vor. In Baden-Württemberg wurde bereits bei der Bundeswaldinventur I das Netz auf 2 X 2 km, also den vierfachen Stichprobenumfang, verdichtet. Die größere Zahl an Stichproben erlaubt wesentlich genauere Schätzungen sowie regional differenzierte Auswertungen. Ein Trakt ist ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 150 m (Abb. 1). Die Traktecken, die auf Wald treffen, bilden den Mittelpunkt für eine Reihe von Aufnahmeverfahren. Wesentliches Merkmal ist, dass es sich um dauerhaft unsichtbar vermarkte, sogenannte permanente Stichproben handelt. Dies bedeutet, dass bei wiederholten Inventuren die Aufnahme immer an denselben Punkten erfolgt, sofern der Wald nicht umgewandelt wird. Permanente Stichproben ermöglichen es, die Veränderungen des Waldes durch Zuwachs und Nutzung oder natürliche Mortalität genau zu erfassen. An den Traktecken werden folgende Aufnahmen durchgeführt:

  • Eine Winkelzählprobe mit Zählfaktor (ZF) 4 für Probebäume mit einem BHD > 7 cm. Die Position dieser Bäume wird eingemessen, so dass sie bei einer Folgeinventur eindeutig identifiziert werden können. An den Probebäumen erfolgt eine Reihe von Messungen bzw. Beobachtungen (Baumart, BHD, Höhe, Stammschäden, Zugehörigkeit zu einer Bestandesschicht usw.).
  • In Probekreisen mit einem Radius von 1 m bzw. 1,75 m werden die jungen Bäume aufgenommen.
  • Im Probekreis mit Radius 10 m werden Deckungsgrad und relativer Anteil aller Bäume bis 4 m Höhe sowie von Sträuchern und ausgewählten Artengruppen der Bodenvegetation erhoben.
  • Mit einer weiteren Winkelzählprobe mit ZF 1 oder 2 (je nach Dichte der Bestockung) werden alle Bäume über 4 m Höhe erfasst, um auch über Bestandesgrenzen hinaus das am Stichprobenpunkt vorkommende Baumartenspektrum charakterisieren zu können. Zusammen mit der Aufnahme im Probekreis mit Radius 10 m bildet diese Erhebung eine der Grundlagen für die Naturnäheeinstufung.
  • Das Totholz wird in einem Probekreis mit Radius 5 m erfasst. Es wird nach verschiedenen Totholztypen (liegendes und stehendes Totholz sowie Stöcke), Holzartengruppen und Zersetzungsgraden unterschieden.
  • Im Probekreis mit 25 m Radius werden Geländemerkmale (Exposition, Hangneigung, Geländeform), Waldränder und Bestandesgrenzen und (in Baden-Württemberg) der Bestandestyp angesprochen.

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