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Artikel

Autor(en): Stefan von Grünigen, Daniel Montanari, Walter Ott (externe Autoren)
Redaktion: WSL, Schweiz
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Wert der Erholung im Schweizer Wald

Eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) schätzt den Wert der Erholungsleistungen des gesamten Schweizer Waldes für die Bevölkerung auf 2 bis 4 Milliarden Franken pro Jahr.

Erholung durch Sport im Wald
Abb. 1 - Mit Hilfe der "Aufwandsmethode" emittelten die Autoren der Studie einen Wert von 9 Franken pro Person und Waldbesuch.
Foto: Franca Pedrazzeti / BAFU-Bilddatenbank
 
Titelblatt der Studie
Abb. 2 - Deckblatt der Publikation.

Die Schweizer Bevölkerung mag den Wald und schätzt ihn als Erholungsraum. Viele besuchen den Wald, um dort zu spazieren, Sport zu treiben oder einfach die Natur zu
geniessen. So steigert der Wald das Wohlbefinden der Besucher und leistet einen Beitrag an die Gesundheit und Wohlfahrt der Bevölkerung.

Die vorliegende Studie schätzt den Erholungswert des Schweizer Waldes mit Hilfe der sogenannten "Aufwandsmethode". Bei dieser Methode wird vom Aufwand und von den Kosten, welche die Erholungssuchenden für den Hin- und Rückweg auf sich nehmen, der Erholungswert abgeleitet.

Schweizweite Befragung als Datengrundlage

Das Projekt Waldmonitoring soziokulturell (WaMos 2) lieferte die empirische Grundlage für die Studie. Im Rahmen von WaMos 2 haben Sozialwissenschaftler die Einstellung der Bevölkerung zu Wald- und Holzthemen analysiert. Eine umfassende Befragung von über 3000 Personen ermöglicht es, durch den Einbezug von entsprechenden Fragen den monetären Erholungswert des Schweizer Waldes zu schätzen und anschliessend die bestimmenden Faktoren des Erholungswertes zu untersuchen.

Bei der Studie wurde der monetäre Wert der Erholung im Wald mittels Aufwandsmethode für jede der in WaMos 2 befragten Personen einzeln berechnet: Aus Transportkosten, Wegzeitkosten und Anreisedauer der einzelnen Waldbesucher/innen liess sich individuell der Wert der Erholung im Wald ermittteln. Im Durchschnitt beträgt dieser pro Person und Besuch 9 Franken.

Anschliessend leiteten die Autoren die jährlichen Ausgaben pro Besucher/in durch Multiplikation der Besuchshäufigkeit mit dem Wert der Erholung im Wald pro Person und Besuch her. Die Besuchshäufigkeit wurde in WaMos 2 anhand folgender Kategorien abgefragt:

  • fast täglich
  • ein-/zweimal pro Woche
  • ein-/zweimal pro Monat
  • seltener als einmal pro Monat
  • nie

Da bei der Umwandlung dieser Antwortkategorien in Zahlenwerte Interpretationsspielraum besteht, wandelten die Wissenschaftler die Antwortkategorien mittels dreier unterschiedlicher Codierungen in Zahlenwerte um. Durch die unterschiedlichen Codierungen der Besuchshäufigkeit resultiert eine Bandbreite für den Erholungswert des Waldes von 290 bis 589 Franken pro Person und Jahr. Aufgrund der Anzahl in der Schweiz wohnhafter Personen ergibt sich ein Gesamtwert des Erholungsnutzens der Schweizer Wälder von rund 1.9 bis 3.9 Milliarden Franken pro Jahr für die über 18-jährige Bevölkerung.

Weil der monetäre Wert je nach der angewendeten Schätzmethode unterschiedlich hoch ausfällt, stellen die ermittelten Resultate keine absoluten Werte dar. Trotzdem führen uns die Zahlen vor Augen, wie bedeutend die Wälder für die Erholung und das Wohlbefinden von uns Menschen sind. Die vorliegende Publikation liefert eine Grundlage für die politische Diskussion darüber, wie viel uns unser Erholungswald wert ist und wie wir diese Dienstleistung in Zukunft finanzieren wollen.

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