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Artikel

Autor(en): Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft (SHL), Waldwirtschaft Schweiz (WVS), Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Redaktion: WSL, Schweiz
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Broschüre: Kooperationen in der Schweizer Waldwirtschaft

Eine Broschüre legt dar, warum es Kooperationen braucht, welche Kooperationsmöglichkeiten es gibt, wie eine Kooperation erfolgreich werden kann und was Kooperationen den Waldeigentümerinnen oder Waldeigentümern und den Forstbetrieben bringen.

Kooperationen in der Schweizer Waldwirtschaft
Abb. 1 - Titelblatt
 

Die Nachfrage und die Preise auf dem Schweizer Holzmarkt sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Dadurch hat sich die wirtschaftliche Situation der Forstbetriebe zwar grundsätzlich verbessert. Die Gesamtheit der Betriebe weist aber nach wie vor Verluste aus (Abb. 2).

Diese Gesamtverluste entstehen, obwohl die Forstbetriebe von der öffentlichen Hand in gewissen Bereichen Beiträge zur Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen erhalten. Bisher werden die Verluste durch die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer getragen; in zwei von drei Fällen ist dies wiederum die öffentliche Hand.

Die Tatsache, dass die Mehrzahl der Schweizer Forstbetriebe Verluste schreibt, lässt sich weitgehend durch Strukturprobleme erklären. In der Schweiz beträgt die durchschnittliche Eigentumsgrösse beim öffentlichen Wald 238 ha und beim Privatwald 1,44 ha. Die bewirtschafteten Flächen sind zu klein, um eine kosteneffiziente Bewirtschaftung zu gewährleisten. Zudem sind die zu deckenden Fixkosten vielfach zu hoch. Aufgrund der geringen Grösse ist es für die Betriebe oft auch schwierig, den geringen Holzanfall professionell zu vermarkten.

Einnahmen und Ausgaben der Forstbetriebe
Abb. 2 - Einnahmen und Ausgaben der Forstbetriebe im Gesamtbetrieb 1989 – 2008.
Quelle: Jahrbuch Wald und Holz 2008, BAFU 2009, S.82
 

Um sowohl die Waldbewirtschaftung als auch die Holzvermarktung professionalisieren und damit optimieren zu können, müssen Forstbetriebe sowie Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer neue Lösungen finden. Grundsätzlich gibt es für sie drei Möglichkeiten:

a) Fusion: Waldflächen oder Betriebsmittel werden zugekauft.

  • Die Fusion ist keine realistische Option, da sich ein Zukauf von Waldflächen angesichts der geringen Rentabilität kaum lohnt. Zudem werden sehr selten bedeutende Waldflächen zum Verkauf angeboten. Die in anderen Branchen durchaus übliche Methode einer Unternehmensvergrösserung hat deshalb in der Schweizer Waldwirtschaft bisher nicht stattgefunden.

b) Diversifikation: Ein Betrieb bietet neue, wirtschaftlich interessante Leistungen an.

  • Möglichkeiten für eine Diversifikation des Betriebes ergeben sich durch eine Erweiterung des angebotenen Leistungsspektrums. Die Betriebe können auf dem freien Markt Zusatzaufträge akquirieren (z. B. Spezialholzerei oder Holzernteaufträge im Privatwald), oder sie können die innerbetrieblichen Leistungen ausweiten (z. B. Bau von Gartenmöbeln oder Bereitstellung von fertig aufgearbeitetem Brennholz). Die Erfahrung zeigt aber, dass es häufig schwierig ist, solche Leistungen kostendeckend anzubieten.

c) Kooperation: Betriebe schliessen sich in einer Kooperation zusammen.

  • Die eindeutig vielversprechendste Option sind eigentums- und betriebsübergreifende Kooperationen.

Die vorliegende Broschüre legt dar, warum es Kooperationen braucht, welche Kooperationsmöglichkeiten es gibt und wie eine Kooperation erfolgreich werden kann. Die Publikation soll aber auch zeigen, was Kooperationen den Waldeigentümerinnen oder Waldeigentümern und den Forstbetrieben bringen. Insofern leistet diese Broschüre einen Beitrag zur Lösung der Strukturprobleme in der Schweizer Waldwirtschaft.

Fazit

Die Analyse der aktuellen Situation zeigt klar: Kooperationen machen Sinn. Sie sind ein geeignetes Mittel, um der kleinräumigen Struktur in der Schweizer Waldwirtschaft zu begegnen. Mit Kooperationen können die Waldbewirtschaftung sinnvoller gestaltet und Kosten eingespart werden. Grössere Flächen ermöglichen eine effizientere Planung, einen besseren Marktzugang und die Senkung der Fixkosten.

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Kontakt

  • Bernhard Pauli
    Studiengang Forstwirtschaft
    Ressort forstliche Produktion
    Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft (SHL)
    Länggasse 85
    CH-3052 Zollikofen
    Tel.: +41 (0)31 910 21 07
    e-mail: bernhard.pauli @ bfh.ch

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