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Originalartikel: Sliwinski, R. (2007): Gewichtsbeschränkungen für den Holztransport in Deutschland. LWF aktuell 57, S. 46.
Autor(en): Richard Sliwinski
Online-Version: Stand: 07.07.2014
Redaktion: LWF, D

Gewichtsbeschränkungen für den Holztransport in Deutschland

Rundholztransporter
Abb. 1: Rundholztransporter (Foto: Holzabsatzfonds)
Gewichtsbeschränkungen von Holztransporten in der EU
Abb. 2: Gewichtsbeschränkungen ausgewählter EU-Staaten (5-Achsen)

In Deutschland liegen die zulässigen Transportgewichte für Lastzüge im europäischen Vergleich am unteren Ende. Die deutschen Gewichtsbeschränkungen gelten allerdings auch in der Mehrheit der EU-Staaten. Bei Sonderfällen wie z.B. bei größeren Sturmwürfen können die Beschränkungen vorübergehend erweitert werden.

In Deutschland darf im normalen Straßengüterverkehr das zulässige Gesamtgewicht von 40 Tonnen nicht überschritten werden, wobei für den kombinierten Verkehr ein Maximalgewicht von 44 Tonnen zulässig ist (gem. §34 (6) StVZO). Ausnahmen, wie in Hessen und Bayern nach Kyrill mit 44 Tonnen für Holz-Transport-Lkws, werden regelmäßig genehmigt. In einigen europäischen Ländern (Skandinavien und Niederlande) liegen die Werte für die zulässige Gesamtmasse von Lastzügen zwischen 50 und 55 Tonnen für normalen Straßengüterverkehr und Kombiverkehr.

Kombinierter Verkehr:
Sattelkraftfahrzeug bestehend aus dreiachsiger Sattelzugmaschine mit zwei- oder dreiachsigem Sattelanhänger, das einen ISO-Container von 40 Fuß befördert (Richtlinie 92/106/EWG).

Eine Harmonisierung der zulässigen Gesamtmassen von LKW innerhalb der EU ist nicht in Sicht; das Bundesverkehrsministerium sieht derzeit keine Veranlassung, das zulässige Gesamtgewicht von LKW generell zu erhöhen, zumal ein 40-Tonnen-LKW die Fahrbahn bis zu 60.000 mal mehr belastet als ein PKW.

Eine deutliche Heraufsetzung der Gesamtfahrmasse würde nur begrenzt eine Verbesserung für die Holzabfuhr aus dem Wald bedeuten, da die gesamte Infrastruktur (Brücken, Durchlässe und Wege) im Wald nicht für höhere Fahrzeuggewichte ausgelegt ist.

Richard Sliwinski war Mitarbeiter im der Abteilung Forsttechnik, Betriebswirtschaft, Holz der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).

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