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Artikel

Autor(en): Werner Schoch, Iris Heller-Kellenberger, Fritz Schweingruber, Felix Kienast, Dirk Schmatz
Redaktion: WSL, Schweiz
Kommentare: Artikel hat 0 Kommentare
Bewertung: Zu Favoriten Druckansicht 69.6769.6769.6769.6769.67 (33)

Mikroskopische Holzanatomie mitteleuropäischer Hölzer

Ein web-gestützter Bestimmungs-Atlas

Illustration


Rezension von E.A. Wheeler, IAWA Journal vol. 25 (3)

Diese Website ist eine wunderbare Quelle für alle an mitteleuropäischer Holzanatomie interessierten Leute. Dank der Tatsache, dass viele der beschriebenen Hölzer auch in anderen Regionen der Nordhemisphäre vorkommen, ist der Atlas auch ausserhalb Mitteleuropas nützlich.

Die Startseite gibt an: "Dieser web-gestützte Bestimmungsschlüssel ist eine vollständig überarbeitete (Text, Schlüssel) und ergänzte (mehr und neue Fotografien und anatomische Kriterien) Version des Buches von Schweingruber, F.H., 1990: Mikroskopische Holzanatomie; Formenspektren mitteleuropäischer Stamm- und Zweighölzer zur Bestimmung von rezentem und subfossilem Material. 3. Auflage 1990. Birmensdorf, Eidgenössische Forschungsanstalt WSL."

Wie nach der Original-Publikation zu erwarten, sind die Bilder von hervorragender Qualität. Die Navigation auf der Seite verdient die Angabe "benutzerfreundlich". Die Seiten "Makroskopische Merkmale" und "Mikroskopische Merkmale" geben eine Einführung in die Terminologie, zusammen mit einem illustrierten Glossar und Erläuterungen zum diagnostischen Wert der verschiedenen Merkmale. Mehrere Pfade führen zur Beschreibung der Arten:

  1. Mehrere Bilder, besonders die der Querschnitte, um die Variabilität innerhalb der Art zu zeigen
  2. Kurze Beschreibungen der sichtbaren Merkmale in jeder Schnittebene
  3. Bemerkungen zu den diagnostisch wichtigen Merkmalen, wie auch z.B.: "Das Holz der drei Eichenarten (Q. robur, Q. petraea, Q. pubescens) kann holzanatomisch nicht unterschieden werden."

Die kleinen Bilder auf den Seiten der Arten sind "lebendig" und gewähren durch Anklicken grössere Bilder mit hoher Auflösung. Die Arten (ca. 130) sind alphabetisch nach Gattungen und Arten geordnet, "Nadelhölzer" und "Laubhölzer" listen die Vertreter dieser beiden Gruppen auf.

     
Quercus petraea Picea abies  
Stammholz der Traubeneiche (Quercus petraea); Querschnitt Fichte (Picea abies): Harzkanal im Radialschnitt.  
     

Der Schlüssel ist ein synoptischer Schlüssel, in tabellarischer Form sind die Merkmale angeführt. Über den Schlüssel erhält man auch Zugang zu Definitionen und Bildern der vorkommenden Begriffe. Es brauchte ein wenig Zeit, bis ich realisierte, dass "Holz-Arten" am Kopf des Schlüssels ein "Pull-down"-Menü darstellt, das den Benutzer zu den entsprechenden Abschnitten in der Tabelle führt: Nadelhölzer, Ringporige Laubhölzer, Zerstreut- und halbringporige Laubhölzer, Zerstreut- und halbringporige Laubhölzer mit zusammengesetzten Markstrahlen.

Diese Seite ist, wie schon das Buch von 1990, wertvoll, um die Variabilität der Holzstruktur zu zeigen, aber auch die für viele Anwender unerfreuliche Tatsache zu belegen, dass viele Holzarten eine ähnliche Struktur aufweisen. Für Alle, die Holzanatomie lehren, ist dies eine höchst wertvolle Quelle. Diese Seite ist ein Vorbild bezüglich Attraktivität und Nützlichkeit


  • Übersetzung: Werner Schoch (WSL)

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