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Artikel

Autor(en): Markus Blaschke
Redaktion: LWF, Deutschland
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Vorsicht bei Herbizideinsatz in Christbaumkulturen!

Vorschriftsmäßige und sorgfältige Ausbringung bei Windruhe schützt vor Schäden

Schäden an Tannen durch Herbizide
Abb. 1: Schäden an Tannen nach falschem Herbizideinsatz (Foto: M. Blaschke)

Junge Christbäume brauchen wie auch oft junge Waldbäume bei bestimmten Ausgangssituationen in den ersten Jahren einen aktiven Schutz vor der begleitenden Konkurrenzvegetation. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, von mechanischen Verfahren (Mähen oder Schafbeweidung) bis hin zu chemischen Pflanzenschutzmitteln (Herbiziden).

Der Einsatz von Herbiziden führt immer wieder zu Schäden, die anschließend häufig auf den ersten Blick als möglicher Pilzschaden angesehen werden. Betroffen sind vor allem die jüngsten Maitriebe. Die Nadeln verfärben sich gräulich-grün, die Triebe verformen sich und hängen schlaff an den Zweigen herunter. Bei schweren Schädigungen sterben die Maitriebe oft vollständig ab. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen deshalb häufig zwischen Herbizidschäden, Pilzbefall (z. B. Grauschimmelfäule) und Spätfrosteinwirkung. Herbizidschäden und Pilzbefall betreffen aber in der Regel nie alle Triebe gleichmäßig.

Daher wird im Hinblick auf den Einsatz von Herbiziden ausdrücklich daran erinnert, dass nur für den jeweiligen Zweck zugelassene Mittel eingesetzt werden dürfen. Zum anderen sind die Behandlungsanweisungen strikt einzuhalten. Die Mittel sind keineswegs so artspezifisch, dass sie gewünschte von ungewünschter Vegetation unterscheiden können. So sind auch viele Koniferenarten sehr empfindlich gegen Herbizide. Insbesondere ist darauf zu achten, dass die Christbäume keinesfalls "über Kopf" mitbehandelt werden. Eine Mittelausbringung mit Schirm und ausschließlich bei Windruhe eignet sich hierfür am besten.

Markus Blaschke ist Mitarbeiter in der Abteilung Biodiversität, Naturschutz, Jagd der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).

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