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Artikel

Autor(en): Andreas Bernasconi (Pan Bern AG)
Redaktion: WSL, Schweiz
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Seilparks in der Schweiz: die Branche boomt

Waldseilgärten liegen im Trend. Die Zahl der Anlagen im Schweizer Wald steigt und die Besucherzahlen nehmen kontinuierlich zu. Was ist beim Bau von Seilparks zu beachten und was bedeuten sie für die Waldeigentümer?

Klettern im Seilpark
Abb. 1 - Abenteuer Seilpark: in luftiger Höhe überwindet Gross und Klein Hindernisse verschiedener Schwierigkeitsgrade.
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Schweizer Wald wird immer intensiver für verschiedene Erholungszwecke ge­nutzt. Gemäss dem Schweizerischen Landesforstinventar weisen 10% des Schweizer Waldes eine Erholungsfunktion auf (siehe hier). Auf etwa 3% der Waldfläche hat die Erholung Vorrang vor den übrigen Waldfunktionen. Die verschiedenen Aktivitäten in der freien Natur betreffen den Wald direkt.

Ein typisches Beispiel sind die Seilparks, deren Zahl in der Schweiz in den letzten zehn Jahren rasant zugenommen hat. Die Idee kommt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten; der erste europäische Seilpark entstand im Jahr 1978 in Frank­reich. In der Schweiz wurde das erste der­artige Angebot im Jahr 2000 eröffnet. Seither haben sowohl Anzahl, Verbrei­tung wie auch die Besucherzahlen stetig zugenommen. Dieser Trend ist in ganz Europa zu beobachten. So werden beispielsweise in Deutschland rund 300, in Frankreich 650 und in Österreich über 100 Anlagen gezählt. 

Was ist ein Seilpark?

Der Begriff "Seilpark" wird primär in der Schweiz verwendet. Im übrigen deutschsprachigen Raum sind die Bezeichnungen "Abenteuerpark" oder "Kletterwald" geläufig (englisch: Adventure Parc; französisch: Parc Aventure).

Seilparks sind Anlagen zur Freizeitbeschäftigung, in denen weitestgehend selbständig ein vorgegebener Parcours zu absolvieren ist. Ein Seilpark besteht aus mehreren Bäumen, die mit Seilen oder Balken verbunden sind. Über diese Hindernisse bewegen sich die Besuchenden von Baum zu Baum respektive von Plattform zu Plattform, wobei es weniger auf Klettertechnik oder Kraft ankommt, sondern vielmehr auf Geschicklichkeit, Gleichgewichtssinn, Schwindelfreiheit und Überwindung der eigenen Ängste. Befinden sich die Seile in Höhen, die Seilsicherungen nötig machen, so spricht man von Hochseilgärten.

Die direkt beanspruchte Waldfläche schwankt je nach Länge und Anzahl der Parcours stark. Die Grössen der Seilparks schwanken zwischen 1 und 5 ha Wald; die Anzahl Parcours – von unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden – liegt zwischen drei bis sieben. Typische Hindernisse einer Seilparkanlage sind Hängebrücken aus Holz und Seilen, Sprünge über einen tiefen Abgrund, Schwingen am Seil zu einem bestimmten Ziel, Hangeln durch Netze, Seilbahnen oder freies Emporklettern an einem Baumstamm. Die Höhen der angelegten Plattformen variieren je nach Schwierigkeitsgrad stark, sie reichen von wenigen Metern ab Boden für Kinderparcours bis über 35 m Höhe für spezielle Abenteuerparcours.

Immer mehr Seilparks in der Schweiz

Im Oktober 2010 gab es 42 Seilparks in der Schweiz. Seit der Gründung des ersten Anlage im Jahre 2000 ist deren Zahl stetig gestiegen (Abb. 2), der Boom scheint nicht aufzuhalten. In den letzten drei Jahren hat sich die Anzahl Seilparks in der Schweiz fast verdoppelt.

Entwicklung der Seilparks in der Schweiz  
Abb. 2 - Entwicklung der Seilparks in der Schweiz 2000 bis 2010 (Bernasconi et al., 2011).
 
   

Ende 2010 gab es Seilparks bereits in sechzehn Kantonen (Abb 3). Zu er­kennen ist die geografische Entwicklung der Seilgärten von West (Romandie) nach Ost (GR, SG) und von Süd (TI und VS) nach Nord (SH, BL).

Entwicklung der Seilparks in den Kantonen  
Abb. 3 - Entwicklung der Seilparks in den Kantonen 2008 bis 2010 (erfasst wurden Anlagen in Bäumen, Parks und Wäldern; die Seilparks befinden sich nicht zwingend im Waldareal).
 
   

Steigende Besucherzahlen

Die Anlagen sind beliebt für Schulreisen, Firmen- und Vereinsanlässe sowie für Familienausflüge. Die Seilparkgäste suchen Bewegung, Naturerlebnis und Grenzerfahrung. Allgemein wird von den Betreibenden festgehalten, dass der Besuch einer Seilparkanlage im Wesentlichen drei Zwecke erfüllt:

  1. die Besucherinnen und Besucher kom­men mit der Natur in Berührung, sie erleben den Wald aus einer unge­wohnten Perspektive;
  2. sie treiben Sport;
  3. sie haben ein intensives Erlebnis in der Natur, indem sie die eigenen Grenzen kennenlernen und überwinden.

Bei vier ausgewählten Schweizer Seil­parks wurden seit ihrem Bestehen die Besucherzahlen erhoben (Tab. 1). In den ersten Betriebsjahren stieg bei allen vier untersuchten Anlagen die Besucherzahl stetig, dann blieb sie in etwa konstant. Dies dürfte sich gemäss Rückmeldungen und Trendeinschätzungen der befragten Geschäftsführer auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Als aktuelle Trends wurden von den Seilparkbetreibenden neue Parcours mit erhöhten Schwierigkeitsgraden, Kinderparcours, Familienparcours, Parcours für geistig und physisch Behinderte sowie Nachtparcours mit Stirnlampen er­wähnt.

Tabelle 1 - Entwicklung der Besucherzahlen 2001 bis 2010 bei vier ausgewählten Seilparks (Namen sind den Autoren bekannt).
Seilpark
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
Seilpark A in den Bergen
21’000 24’000 25’000 27’000 30’000 30‘500 31‘000 30‘000 29’000 29’000
Seilpark B Voralpen

6’000 12’000 15’000 17’000 17’300 16‘800 19‘000 20‘000 20‘000
Seilpark C Voralpen



6’500 14’500 12’400 12‘500 11‘500 12‘500 10‘000
Seilpark D urbanes Gebiet



7'800 12'300 15’000 20‘000 19‘500 21‘000 21‘000


Gemäss einer Umfrage des Verbandes Schweizer Seilparks vom April 2011 wurden im Jahr 2009 in den Schweizer Seilparks 350'000 bis 360'000 Besuchende gezählt. Die Öffnungszeiten schwankten zwischen 100 bis 210 Betriebstagen pro Jahr. Für 2010 wird seitens der Betreibenden mit rund 400'000 Seilparkbesuchenden gerechnet (Daten liegen noch nicht vor, Einschätzungen vgl. Tab. 2). Nach Auskunft des schweizerischen Seilparkverbandes wird die Verbreitung der Seilparks in ausgewählten Ländern Europas im Jahr 2010 durch Experten des internationalen Normierungsgremiums für Seilgärten wie folgt eingeschätzt:

Tabelle 2 - Einschätzung der Seilparkverbreitung im Jahre 2010.
Land Anzahl Seilparks
Anzahl Besuchende
Anzahl Besuchende pro Seilpark
Frankreich 650 10'000'000 15'400
Deutschland 300 4'500'000 15'000
Italien 50 400'000 8'000
Spanien 150 800'000 5'300
Schweden 70 300'000 4'300
England 50 750'000 15'000
Schweiz 44 400'000 10'000

Quelle: Verband Schweizer Seilparks, www.seilparks.ch

Kosten, Finanzierung und Ent­schädigung

Die reinen Erstellungskosten für den Bau eines Seilparks belaufen sich auf Fr. 300'000.– bis Fr. 500'000.–. Die Ein­trittsgebühren schwanken je nach Besu­cherkategorie und je nach Schwierig­keitsgrad. Die Eintrittspreise für Kinder liegen zwischen Fr. 18.– und Fr. 30.–, jene für Erwachsene zwischen Fr. 28.– und Fr. 42.–.

Die Entschädigungen der Waldeigen­tümer durch den Seilparkbetreiber für das Zurverfügungstellen und die Nutzung des Waldes (Nutzungsrecht) variieren stark. In der Regel werden Verträge über fünf oder zehn Jahre abgeschlossen und es wird eine jährliche Rente für die Benut­zung der Waldfläche vereinbart.

Der regelmässige Unterhalt der Anlage umfasst auch die fachgerechte Pflege des Waldbestandes, auf dem sich die Anlage befindet. Oft beauftragt der Seilparkbetreiber den zuständigen Forstbetrieb oder einen spezialisierten Baumpfleger mit der Baumbeurteilung und -pflege (separater Auftrag).

Ablauf bei der Errichtung einer Anlage

Mehrere Plattformen übereinander an einem Schlüsselbaum
Abb. 4 - Mehrere Plattformen übereinander an einem so genannten "Schlüsselbaum".
Foto: Andreas Bernasconi

Eine wichtige Prämisse beim Bau und späteren Betrieb der Anlage ist die weitestgehende Schonung von Bäumen und Bestand. Bevor mit der konkreten Planung der Anlage begonnen werden kann, ist die Eignung des Baumbestandes zu überprüfen. Nebst Fragen der Stand- und Bruchsicherheit, der zu erwarten­den Reststandzeit der Bäume, sind wei­tere dendrologische sowie ökologische Aspekte abzuklären. Die Kontrollen sollten durch ausgewiesene Fachleute erfolgen.

Wichtige Grundsätze bei der Planung und Realisierung einer Seilparkanlage sind:

  • Verkehrsanbindung und Parkierungs­möglichkeiten prüfen;
  • Infrastrukturbedarf festlegen respek­tive dessen Standort klären (inklusive sanitäre Anlagen, Empfangsräumlich­keiten, Kiosk/Restauration, Aufbewah­rungsort für Materialien);
  • Verlauf und Wegeführung derart wählen, dass minimale Belastung des Wald­bestandes entsteht (insbesondere auf die Bodenverdichtung durch die Besucher achten);
  • Wegeführung derart konzipieren, dass sich Besucher gut orientieren können und dass der überwiegende Teil des Waldbodens nicht beansprucht wird;
  • Zwecks Vermeidung unnötiger Ver­dichtung und Erosion ist die Anzahl der Plattformabstiege so gering wie möglich zu halten.

Bei der Entnahme der Bäume ist darauf zu achten, dass keine Schäden am ver­bleibenden Bestand entstehen. Gerade jüngere Bäume neigen durch die Freistellung zu massiven Dickenwachstum, was zu grösseren Problemen führen kann, wenn an solchen Bäumen Plattformen und Seilinstallationen montiert sind. Bei dünnborkigen Bäumen verursacht die stärkere Sonneneinstrahlung nach einer Freistellung zudem manchmal einen Vitalitätsverlust. Grundsätzlich sind Arbeitsweisen und Installationstechniken zu wählen, die zu einer Minimierung möglicher Baum-und Bodenschäden führen. Insbesondere gilt es, flächige Bodenverdichtungen sowie Wurzel- und Stammverletzungen zu vermeiden.

Der allgemeine Ablauf bis zum Betrieb eines Seilparks
  1. Vorabklärungen und Machbarkeitsstudie inklusive Analyse bestehender Waldleistungen und -nutzungen sowie der Auswirkungen einer Anlage auf diese; Abklärung der Waldeigentümerinteressen;
  2. Vorverhandlungen mit Waldeigentümer;
  3. Begehung mit Vertretern seitens der Waldeigentümer, der zuständigen Behörden auf Ebene Gemeinde und Kanton sowie wichtiger Interessengruppen;
  4. Bewilligungsverfahren und Vertrag mit Eigentümer;
  5. Anlagekonzept inklusive Massnahmen Besucherlenkung (bestandesschonendes Wegekonzept) und begleitende Massnahmen zur Eindämmung von Störungen und Einwirkungen auf Nachbarbestände;
  6. Markierung der "Schlüsselbäume" und Anzeichnung der zu entfernenden Bäume
  7. Entnahme von Bäumen;
  8. Qualifizierte Kontrolle aller verbleibenden Bäume sowie grösserer Bäume von Nachbarbeständen, welche für die Sicherheit der Seilparkanlage von Belang sind;
  9. Errichten der Anlage, laufender Unterhalt.

Bäume regelmässig kontrollieren

Regelmässige Baumschutzkontrollen sind Pflicht
Abb. 5 - Regelmässige Baumschutzkontrollen sind Pflicht.
Foto: Andreas Bernasconi
 
Plattformen an Schlüsselbäumen
Abb. 6 - Plattformen an "Schlüsselbäumen".
Foto: Andreas Bernasconi
 

Der Betrieb einer Seilparkanlage setzt ein hohes sicherheitstechnisches Wissen, fundierte Kenntnisse über Bäume und ein hohes Mass an Sensibilität im Umgang mit der Natur voraus. Vom Betreiber einer Anlage ist zu erwarten, dass er sich seiner besonderen Verantwortung im Umgang mit der Natur bewusst ist, entsprechende Leitlinien befolgt und nötigenfalls Spezialisten beizieht.

Alle Bäume, welche innerhalb des Seilparks und angrenzend dazu stehen, sollten regelmässig einer eingehenden Qualitätskontrolle unterzogen werden (biomechanische Kriterien). Bäume reagieren in der Regel in grösseren Zeitspannen auf Belastungen und die Gefahr des Versagens entsteht schlei­chend und oft unbemerkt. Eine deutsche Untersuchung der Auswirkungen auf die Bäume zeigte, dass an der Buche die grössten Schäden zu erwarten sind. Dickborkige Baumarten wie die Eiche sind als Stützbäume besser geeig­net.

Auswirkungen auf Waldbewirtschaftung, Ökosystem und andere Waldleistungen

Im Waldgebiet, in dem eine Seilpark­anlage errichtet wurde, ist während der Dauer des Seilparkbetriebes keine her­kömmliche Waldbewirtschaftung mög­lich. Nach dem Rückbau der Anlage ist damit zu rechnen, dass die meisten Bäume der Endnutzung zuzuführen sind. In der Schweiz fehlen bisher Erfahrungen über den genauen Zustand von Boden und Bäumen nach dem Rückbau. Aus Sicht der Waldbewirtschaftung sollte eine Seilparkfläche derart geplant werden, dass möglichst wenig Konflikte zu ande­ren Zielen der Walderhaltung und zu anderen Waldleistungen entstehen.

Aus Sicht des Naturschutzes erzeugt ein Seilpark erhebliche Störungen des Lebensraumes Wald. Nebst den direk­ten Auswirkungen (Bodenverdichtung, Baumschäden) ist mit Störun­gen der Fauna im angrenzenden Wald zu rechnen. Seilparks sollten daher mög­lichst in Gebieten eingerichtet werden, welche bereits einem erhöhten Erho­lungs- und Freizeitdruck ausgesetzt sind.

Seitens der übrigen Waldbesuchenden besteht offenbar eine eher grosse Akzep­tanz der Einrichtungen. Wie verschiedene Beispiele zeigen, können Seilparks aber auch zu Konflikten mit anderen Erho­lungs- und Freizeitaktivitäten führen. Insbesondere für diejenigen, wel­che primär Ruhe und Entspannung im Wald suchen, ist der mit dem Seilparkbetrieb zwangsläufig verbundene Lärm oft ein Dorn im Auge.

Rechtliche Aspekte

Rechtlich werden Seilparks häufig als "nichtforstliche Kleinbauten" behandelt, und es bedarf einer entsprechenden kan­tonalen Ausnahmebewilligung zur nach­teiligen Nutzung. Massgebend sind die jeweiligen kantonalen Gesetze und die entsprechenden Bewilligungsverfahren.

Wichtig ist die Thematik der Haftung bei Unfällen. Aus diesem Grund erfordern Seilparkanlagen ein umfassendes Sicherheitsmanagement. In der Euronorm für Hochseilgärten (EN 15567) sind die grundlegenden Anforderungen an den Bau und Betrieb eines Seilparks festgehalten.

Gemäss Seilparkbetreibern kommen Unfälle in kommerziellen Seilparks allerdings selten vor. Vor der Begehung werden die Teilneh­menden auf speziellen Übungsparours geschult und in die Benutzung der Sicherheitsausrüstung eingeführt. Die Seilpark­gäste sind selbst verantwortlich, dass sie stets gesichert sind. Die Seilparkbetreiber sind jedoch für die Information und das Training der Besuchenden zuständig. Bei starkem Wind müssen die Seilparks geschlossen wer­den. Die Ausbildung des Personals ist Sache des Betreibers.

Für den Waldeigentümer ist es sehr wichtig, die Haftungsfragen klar zu regeln (vgl. Kasten unten). Es ist zu empfehlen, dass die Haftung für die Sicherheit aller Bäume auf dem betroffenen Grundstück explizit ausgeschlossen respektive an die Betreiber der Anlage abgewälzt werden. In der Regel räumt der Waldeigentümer dem Seilparkbetreiber zur Errichtung und für den anschliessenden Betrieb der Anlage ein Nutzungsrecht ein. Dieses ist meist auf fünf oder zehn Jahre befristet, mit der Option auf Verlängerung. Das Nutzungsrecht beschränkt sich meist auf das unmittelbar von der Anlage betroffene Waldgebiet. Dieses beträgt je nach Länge und An­zahl der Parcours 1 bis 5 ha Wald.

Hinweise auf zu regelnde Inhalte in einem Vertrag mit Seilparkbetreibern
  • Nutzungsart und Nutzungsdauer (Nutzungsrecht), Vertragsdauer und Kündigungsfristen;
  • Umfang des Nutzungsrechts respektive Eingrenzung der betroffenen Waldfläche;
  • Zustimmungspflicht der Eigentümerin bei Nutzungsänderungen (neue Parcours/Einrichtungen);
  • Ausschluss der Pflicht, Ersatzwälder zur Verfügung zu stellen bei fehlender Eignung;
  • Klärung des Standortes sämtlicher ergänzender Infrastruktureinrichtungen;
  • Errichtungs-, Betriebs- und Unterhaltskosten zulasten der Betreiberin;
  • Rückbaupflicht durch Seilparkbetreiber bei Vertragsbeendigung; Pflicht Wiederherstellung Wald;
  • Entschädigung für Nutzungsrecht (Ertragsminderung, Koordinationsaufwand, Rente);
  • Unterhaltspflicht und Sicherheitskontrolle innerhalb Seilpark und in angrenzenden Waldbeständen ist Sache der Seilparkbetreiber; Verpflichtung zur regelmässigen Baumschutzkontrolle;
  • Verpflichtung zum schonenden Umgang mit Bäumen und dem Waldboden
  • Haftung für alle Schäden, welche in Zusammenhang mit Bau und Betrieb der Anlage entstehen;
  • Haftungsausschluss der Waldeigentümer für Schäden, welche infolge von Naturereignissen und äusseren Einwirkungen an der Anlage entstehen;
  • Haftungsausschluss für Schäden, die Dritten in Zusammenhang mit Seilparkbetrieben entstehen;
  • Informationspflicht der Waldeigentümer bei besonderen Vorkommnissen und jährliche Berichterstattung;
  • Modalitäten betreffend Wegebenützung und Parkierung sowie die Besucherlenkung innerhalb des Seilparkareales;
  • Modalitäten bei der Übertragung des Nutzungsrechtes.
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Wald und Holz. Wald und Holz

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