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Prof. Dr. Ulrich Kohnle

PD Dr. Ulrich Kohnle

Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
Abteilungsleiter Waldwachstum

Wonnhalde 4
D-79100 Freiburg i. Breisgau

Tel. +49 761 4018 251
Fax +49 761 4018 333

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Artikel

Autor(en): Angela Luciana de Avila, Axel Albrecht
Redaktion: FVA, Deutschland
Kommentare: Artikel hat 4 Kommentare
Bewertung: Zu Favoriten Druckansicht 88.3388.3388.3388.3388.33 (17)

Alternative Baumarten im Klimawandel: Artensteckbriefe

Inhalt

Den theoretischen Hintergrund zu den Artensteckbriefen können Sie im Artikel Alternative Baumarten im Klimawandel nachlesen. Die gesamte Publikation können Sie auf der Homepage der FVA herunterladen (3.9 MB) oder auch als Printversion beziehen.

Steckbriefe der einzelnen Baumarten zum Download (PDF-Dateien)

Abies grandis-Versuchsfläche.
Abb. 1: Abies grandis-Versuchsfläche. Foto: P. Zimmermann/ Revier Veringenstadt, Lkr. Sigmaringen
Femelartige Verjüngung Tulpenbaum
Abb. 2: Femelartige Verjüngung des Tulpenbaums aus Sämlingen und Stockausschlägen. Foto: B. Mettendor.

Standörtliche Kenngrößen der Arten im Vergleich

Zur schnellen und übersichtsartigen Einordnung wurden die standörtlichen und klimatischen Angaben der in den Steckbriefen beschriebenen Arten zusammengefasst und mit Werten der heutigen Hauptbaumarten Fichte (Picea abies) und Buche (Fagus sylvatica) verglichen. Zu den Kenngrößen Jahresdurchschnittstemperatur, jährliche Niederschlagssumme sowie Boden-pH-Wert finden sich im Folgenden drei Übersichtsgrafiken.

Anzumerken ist, dass die Angaben zum Boden-pH-Wert unterschiedlichen Quellen entstammen. Somit ist nicht genau bekannt, ob die Werte als pH(H2O)- oder pH(KCl)-Werte zu interpretieren sind. Ebenso ist nicht dokumentiert, auf welche Bodentiefe sich die Angaben beziehen. Insofern könnten erhebliche Ungenauigkeiten in dieser Darstellung vorhanden sein, die die Vergleichbarkeit der Werte einschränken.

Übersicht Jahresniederschläge. Jährliche Niederschlagssumme in den Verbreitungsgebieten mehrerer Baumarten. Daten für die schwarz gedruckten Arten stammen aus den Angaben in den Steckbriefen. Daten der grau gedruckten Referenzbaumarten stammen aus Quellen, die am Ende des Kapitels aufgelistet sind.
Abb. 1: Übersicht Jahresniederschläge. Jährliche Niederschlagssumme in den Verbreitungsgebieten mehrerer Baumarten. Daten für die schwarz gedruckten Arten stammen aus den Angaben in den Steckbriefen. Daten der grau gedruckten Referenzbaumarten stammen aus Quellen, die am Ende des Kapitels aufgelistet sind.
Übersicht Jahresdurchschnittstemperatur. Jahresdurchschnittstemperatur in den Verbreitungsgebieten mehrerer Baumarten. Daten für die schwarz gedruckten Arten stammen aus den Angaben in den Steckbriefen. Daten der grau gedruckten Referenzbaumarten stammen aus Quellen, die am Ende des Kapitels aufgelistet sind.
Abb. 2: Übersicht Jahresdurchschnittstemperatur. Jahresdurchschnittstemperatur in den Verbreitungsgebieten mehrerer Baumarten. Daten für die schwarz gedruckten Arten stammen aus den Angaben in den Steckbriefen. Daten der grau gedruckten Referenzbaumarten stammen aus Quellen, die am Ende des Kapitels aufgelistet sind.
Übersicht Boden-pH-Wert. pH-Werte in den Verbreitungsgebieten mehrerer Baumarten. Daten für die schwarz gedruckten Arten stammen aus den Angaben in den Steckbriefen. Daten der grau gedruckten Refe-renzbaumarten stammen aus Quellen, die am Ende des Kapitels aufgelistet sind. Die Verfahren zur Ermittlung des Boden-pH-Wertes unterscheiden sich zwischen den Baumarten; damit ist die direkte Vergleichbarkeit eingeschränkt.
Abb. 3: Übersicht Boden-pH-Wert. pH-Werte in den Verbreitungsgebieten mehrerer Baumarten. Daten für die schwarz gedruckten Arten stammen aus den Angaben in den Steckbriefen. Daten der grau gedruckten Referenzbaumarten stammen aus Quellen, die am Ende des Kapitels aufgelistet sind. Die Verfahren zur Ermittlung des Boden-pH-Wertes unterscheiden sich zwischen den Baumarten; damit ist die direkte Vergleichbarkeit eingeschränkt.

Literatur zu den Angaben für Fagus sylvatica (Buche) und Picea abies (Fichte)

  • [1] Enzyklopädie der Holzgewächse: Handbuch und Atlas der Dendrologie. S. 1-8.
    [2] European Atlas of Forest Tree Species, J. SAN-MIGUEL-AYANZ, D. DE RIGO, G. CAUDULLO, T. HOUSTON DURRANT, und A. MAURI, (Hrsg.) Publ. Off. EU: Luxembourg.
    [3] Schmidt-Vogt, H. 1977. Die Fichte Band I. Taxonomie–Verbreitung–Morphologie–Ökologie-Waldgesellscahften. Verlag Paul Parey, Hamburg and Berlin. 647 p.
    [4] www.norwayspruce.com, zuletzt abgerufen am 19.01.2018
    [5] Wellbrock, N., Bolte, A., and Flessa, H. (Hrsg). 2016. Dynamik und räumliche Muster forstlicher Standorte in Deutschland : Ergebnisse der Bodenzustandserhebung im Wald 2006 bis 2008. Braunschweig, Johann Heinrich von Thünen-Institut, Thünen-Report 43, 550 Seiten, DOI:10.3220/REP1473930232000

Glossar und Akronyme

Invasivität: den Ausführungen in den Steckbriefen liegt keine durchgängige, einheitliche Definition von Invasivität zugrunde. Vielmehr wurden ausschließlich die Aussagen der Autorinnen und Autoren der Originalarbeiten wiedergegeben. Wo vorhanden, wurde die Invasivitätsbeurteilung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit aufgelistet. Die Definition lautet: "Im Naturschutz werden die gebietsfremden Arten als invasiv bezeichnet, die unerwünschte Auswirkungen auf andere Arten, Lebensgemeinschaften oder Biotope haben".

Forstvermehrungsgutgesetz: dieses Gesetz regelt den Verkehr mit forstlichem Vermehrungsgut für aufgeführte Baumarten und künstliche Hybriden, die für forstliche Zwecke von Bedeutung sind. "Ziel ist es den Wald mit seinen vielfältigen positiven Wirkungen durch die Bereitstellung von hochwertigem und identitätsgesichertem forstlichem Vermehrungsgut in seiner genetischen Vielfalt zu erhalten und zu verbessern sowie die Forstwirtschaft und ihre Leistungsfähigkeit zu fördern".

Rohdichte: "Zeigt bei porösen Stoffen das Verhältnis der Masse zu jenem Stoffvolumen, das die Hohlräume einschließt. … Die Rohdichte hängt vom Feuchtgehalt ab" [1]. Rohdichte (r12…15): Dichte des Holzes bei 12 bis 15 % Holzfeuchtegehalt, auch als lufttrockenes Holz benannt.

Stehvermögen: „das Verhalten verarbeiteten Holzes in Bezug auf Abmessung und Form gegenüber wechselnden Umgebungsklima. Sehr gute "stehende“ Holzarten (z. B. Teak, Mahagoni, …) zeigen auch bei ausgeprägten Klimaänderung der Umgebung relativ geringe Verformungen und Maßänderungen" [1].

Stratifikation: künstliche Kontrolle der Temperatur und Feuchtigkeit zur Steigerung der Keimfähigkeit.

lZ: laufender jährlicher Zuwachs pro Hektar. Berechnet als Differenz zwischen End- und Anfangsvorrat (Derbholz mit Rinde) des Betrachtungszeitraums geteilt durch die Anzahl an Jahren des Betrachtungszeitraums.

GWL: Gesamtwuchsleistung; bezeichnet die Summe des produzierten Holzvolumens (GWLV) oder der Grundfläche (GWLG) bis zu einem bestimmten Bestandesalter und wird berechnet als Summe der laufenden Zuwächse während des Bezugszeitraums zuzüglich des am Ende dieses Zeitraums erreichten Holzvorrats.

dGz: durchschnittlicher jährlicher Gesamtzuwachs je Hektar, berechnet als GWL geteilt durch die Anzahl Jahre des Bezugszeitraums. Berechnung: Summe der laufenden Zuwächse über einen bestimmten Bezugszeitraum zuzüglich des am Ende dieses Zeitraums erreichten Holzvorrats, geteilt durch die Anzahl an Jahren des Bezugszeitraums. So gibt beispielsweise der dGz100 den dGz bis zum Alter 100 Jahre an. Diese Kenngröße wird häufig als Produktivitätskennziffer, als dGz-Bonität, verwendet.

Fm: Festmeter. Angabe zum Holzvolumen: 1 Fm entspricht einem Holzwürfel mit Seitenlängen 1*1*1m.

Efm: Erntefestmeter. Angabe zum Holzvolumen (meist Schaftderbholz, also Holz des Hauptstammes mit Durchmesser  > 7 cm, ohne Äste) ohne Rinde. Häufig verwendete Einheit bei Holzverkäufen und Einschlagsstatistiken.

Vfm: Vorratsfestmeter. Angabe zum Holzvolumen inkl. oberirdischem Stock, Rinde und Astderbholz (Äste mit Durchmesser > 7 cm).

m3: Kubikmeter. Holzwürfel mit Kantenlängen von 1*1*1m. Häufig werden Angaben zum Holzvolumen in m3 gegeben. Präziser sind die Angaben Efm oder Vfm.

Literatur

  • [1] BLOSEN, M.E.A. (2003): Holz Lexikon. 4 ed. Bd. 2. Leinfelden-Echterdingen: DRW-Verlag. 689 S.

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