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Autor(en): Redaktion waldwissen.net – LWF
Redaktion: LWF, Deutschland
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Waldbirkenmaus im Bayerischen Wald wiederentdeckt

Langer Schwanz und schwarzer Aalstrich – daran lässt sich die extrem seltene Waldbirkenmaus erkennen. Zwei Exemplare wurden jetzt im Bayerischen Wald wiederentdeckt.

Waldbirkenmaus
Abb. 1: Der Schwanz der Waldbirkenmaus ist gut doppelt so lang wie ihr Körper (Foto: R. Kraft).

In der Gemeinde Neureichenau haben Kleinsäugerexperten zwei Exemplare der extrem seltenen Waldbirkenmaus (Sicista betulina) wiederentdeckt. Bei den gefundenen Tieren handelt es sich um ein erwachsenes und ein Jungtier. Die beiden männlichen Mäuse sind nur 6,5 bzw. 5 cm groß. Ihre Schwänze sind gut doppelt so lang und eine wichtige Kletterhilfe. Ein weiteres eindeutiges Merkmal ist der schwarze Aalstrich auf dem Rücken.

Seit ihrem ersten Nachweis in Bayern im Jahr 1950 wurde die Waldbirkenmaus lediglich dreimal im Landkreis Freyung-Grafenau (zuletzt 1994) und dreimal im Landkreis Oberallgäu (zuletzt 2000) gefunden. Weitere Nachweise in Deutschland sind nur aus Schleswig-Holstein bekannt.

Die Waldbirkenmaus ist heute ein Charaktertier der Wald- und Steppenzone Nordeuropas und Asiens. Das geschlossene Verbreitungsgebiet reicht von Südfinnland, den Baltischen Staaten, Ostpolen und Weißrussland nach Osten bis zum Ural und Kaukasus. Die jüngste Wiederentdeckung im Bayerischen Wald liegt tiergeographisch am westlichen Rand der Hauptverbreitung dieser Art.

In der Roten Liste gefährdeter Tiere Bayerns ist die Waldbirkenmaus in Kategorie G eingestuft. Das bedeutet, ihr Status ist unbekannt, es wird aber von einer Gefährdung ausgegangen.

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