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Artikel

Autor(en): Anna Preul
Redaktion: SBS, Deutschland
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Erster Bienenwald Sachsens in Liebstadt

In Liebstadt wurde auf rund 4.000 Quadratmetern Sachsens erster Bienenwald gepflanzt. 13 verschiedene Baum- und Straucharten sind künftig die Nahrungsgrundlage für die vielzähligen Wildbienenarten sowie weitere Insekten.

Welttag der Umwelt
Abb.1 - Ein Statement für über 550 Wildbienenarten in Deutschland - die Pflanzaktion zum Welttag der Umwelt am 5. Juni 2019. Foto: M. Kühn
erste Bienen auf Salweiden
Abb.2 - Mit der ersten Blüte kommen die ersten Bienen. Foto: A.-K. Kemper
Eröffnung des Bienewaldes
Abb.3 - Der Landtagspräsident eröffnet den Bienenwald. Würdigung des Engagements für die biologische Vielfalt. Foto: P. Nitzsche

Die große Borkenkäferwelle im Jahr 2018 traf auch die Wälder in Liebstadt und Umgebung und hinterließ große Lücken in den einst geschlossenen Beständen. Anstatt die Fläche wie üblich mit Wirtschaftsbaumarten zu bepflanzen, entschieden sich Bärbel Kemper und ihr Team für besonders blühfreudige, nektar- und pollenreiche  Baum- und Straucharten wie Salweide, Winterlinde, Berg- und Feldahorn, Vogelkirsche, Waldhasel, Schlehdorn, Eberesche, Wildapfel- und Wildbirne.

Sie wurden unter Mithilfe kleiner und großer freiwilliger Helfer nach einem Schema angepflanzt, bei dem unter anderem die Konkurrenzverhältnisse zwischen den einzelnen Baum- und Straucharten berücksichtigt werden. Die Schaffung von Lebensraum und Nahrung für Insekten fördert wiederum verschiedene insektenfressende Tierarten wie Vögel, Fledermäuse, Reptilien und Amphibien. Die gepflanzten Wildobstarten liefern mit ihren Früchten und Nüssen zudem auch Nahrung für größere Tierarten.

Der Bienenwald ist ein weiterer Baustein im Biotopverbund. Das Landgut Kemper & Schlomski verjüngte bereits ihre 2 ha Streuobstwiese, legte Naturschutzteiche im Wald an und pflegt die weitläufigen, artenreichen Bergwiesen. Die Vernetzung dieser Biotope sieht das Landgut als Grundstein für Arterhalt und Biodiversität an. Gemeinsam mit Kindertagesstätten, Grundschulen, Jugendfeuerwehren und weiteren interessierten Gruppen werden die Vorhaben in gemeinsamen Arbeitseinsätzen realisiert.

Der Bienenwald wird für die vielzähligen Umweltbildungsveranstaltungen in den Fokus gestellt. So erfahren die Besucher Spannendes rund ums Thema Wildbiene. Das Landgut Kemper & Schlomski ist seit 15 Jahren im Naturschutz und der Jugendumweltbildung, unter anderem mit der Gründung eines Schulwaldes, aktiv. Kommende Veranstaltungen und weitere Informationen zum Bienenwald und den Naturschutz- und Umweltbildungsprojekten finden Sie unter: www.lgks.eu

Aus dem Fichtenwald wurde der Bienenwald.
Abb.4 - Die vom Borkenkäfer befallenen Fichten sind geräumt und der Bienenwald gepflanzt. Foto: M. Kühn

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